Monatsarchiv Mai 2017

VonChristoph Standfest

DIE ROTKÄPPCHENFALLE

Die Rotkäppchenfalle

Oder warum die vorgezeichneten Wege nicht immer die Besten sind.

Was nützt uns der beste und schönste Weg wenn der Wolf ihn auch kennt?

Sie sind erfolgreich in dem was sie tun?
Wenn sie diese Frage mit JA beantworten, fügen sie ruhig BIS JETZT hinzu.
Sie haben eine gut laufende Vertriebsschiene – JA BIS JETZT
Sie haben Stammkunden – JA BIS JETZT

Setzen sie ruhig vor all ihre Tätigkeiten und Erfolgsfaktoren ein BIS JETZT ! Denn sie befinden sich auf der Schwelle zur nächsten Revolution.
Im Jahr 1850 prophezeiten die Stadtplaner von New York wegen der Zunahme der Kutschen bis 1950 der Stadt meterhohen Pferdemist, und zwar bis zum dritten Stockwerk. Niemand konnte damals ahnen welche Auswirkungen die Erfindung des Autos auf die Gesellschaft haben würde. Ähnliches ereignet sich zurzeit in unserer Wirtschaft, niemand weiß wie sich die Digitalisierung auf sein Geschäftsmodell auswirken wird.

Nehmen wir als Beispiel den Kühlschrank. Der Existenzgrund für einen Kühlschrank ist, bei genauer Betrachtung, das Abdecken des Bedürfnisses nach Unabhängigkeit – ich habe immer meine Lebensmittel zur Stelle wenn ich Lust dazu habe. Doch was wenn Lieferservices mir meine Lebensmittel, in kürzester Zeit, vollkommen unkompliziert, zu jeder Tages- und Nachtzeit, nach Hause bringen. Ist dann nicht der Lieferservice das Konkurrenzprodukt zum Kühlschrank?

Die Steinzeit endete nicht am Mangel an Steinen!

Denken sie branchenübergreifend! Was passiert links und rechts. Seien sie kein Rotkäppchen das dem Wolf in die Fänge läuft.

VonChristoph Standfest

WARUM SO EIN VERHALTEN?

Strukturen schaffen Verhalten und Verhalten verstärkt Strukturen!

Warum sich Mitarbeiter in den verschiedensten Situationen ein gewisses Verhaltensmuster zurecht legen.

 

Erwarte ich mir Kreativität von meinen Mitarbeiter, aber meine einzige Messgröße der Beurteilung ist die Fehlerhäufigkeit, so werden sämtliche Bemühungen in mehr Kreativität im Sande verlaufen. Oftmals wird nur auf die Symptome Bezug genommen und hier in unsagbar viele Schulungen investiert. Die Ursachen für das Verhalten der Mannschaft liegen aber meistens wo anders. Strukturen schaffen das Verhalten, oder etwas drastischer formuliert,  jeder erzieht sich seine Mannschaft selber!

Hier setzt die Organisationsentwicklung an. Will ich ein bestimmtes Verhalten, beziehungsweise Unternehmenskultur, so muss ich mir meine Strukturen genau ansehen.

  • Welche Leistungen werden gefördert, welche werden verhindert?
  • Wie werden Entscheidungen getroffen und wie werden sie weitergegeben?
  • Wie sind die internen Informations- und Kommunikationswege?
  • Welche Regeln sind vorhanden?
  • Welche Sanktionen oder Anreizsysteme werden angewendet?

Das sind nur ein paar wenige Ansatzpunkte wie Strukturen das Verhalten beeinflussen. Wie in der Überschrift erwähnt, verstärkt das Verhalten aber auch die Strukturen. Man kann sagen es entwickeln sich selbst erfüllende Prophezeiungen.

Ich muss alles kontrollieren, ich kann meinen Mitarbeitern nicht vertrauen!

Daraus folgt: Mein Chef kontrolliert eh alles, er wird meine Fehler schon finden.
Oder: Meine Chef vertraut mir nicht! Ich muss alles ganz genau machen und werde sicher nichts Neues ausprobieren.

Strukturen schaffen Verhalten und Verhalten verstärkt Strukturen!

Um diesen Kreislauf zu durchbrechen benötigt man Abstand und den „Blick von Außen“. Die Aufgabe des Beraters besteht darin die gewohnten Strukturen zu hinterfragen, um so den Blick auf die Ursachen zu lenken. Eine ehrliche Diagnose basiert auf den Ursachen und nicht auf den Symptomen.

VonChristoph Standfest

ALLES THEORIE?

Nicht alles was sich nach Theorie anhört ist auch THEORETISCH.

Qualitätsnormen im Praxisbezug

 

In allen Bereichen in denn eine ISO – Norm nicht zwingend vorgeschrieben ist, stellt sich natürlich die Frage, Warum soll ich mir das antun? Fremde in meinem Betrieb die alles in Frage stellen, Unruhe verbreiten und viel Geld wollen, Papier und Bürokratie auftürmen und so weiter.
Dabei wird aber völlig außer Acht gelassen, dass es sich hierbei um Qualitätssicherung handelt.  Wenn man also den ganzen bürokratischen Firlefanz einfach weglassen könnte und sich auf das Wesentliche konzentrieren würde wäre so eine Qualitätssicherung eine feine Sache.
Nur wessen Qualität soll gesichert werden? Die Qualitätsvorstellungen eines fremden Auditors der die Ansprüche Ihrer Kunden nicht kennt? Kein „Externer“ wird Ihnen praktikable fertige Lösungen präsentieren können.

 

Gemeinsam Lösungen Erarbeiten

Das Zauberwort heißt GEMEINSAM. Nur Sie kennen die Wünsche und Anforderungen Ihrer Kunden und wissen über die Leistungsfähigkeit Ihres Betriebes bescheid. Ich helfe Ihnen beim Erkennen von neuen Möglichkeiten und dem heben neuer Potentiale. Mit meinem Team an Praktikern in der Qualitätssicherung, vom Verwaltungsablauf bis hin zum Flugzeugbau, stehen wir Ihnen mit Rat und Tat zur Seite.

Ein gut durchdachtes und sinnvoll eingeführtes Qualitätsmanagementsystem kommt der Qualität der Produkte oder Dienstleistungen immer entgegen. Ein für Ihre Firma abgestimmtes Qualitätsmanagementsystem kann auch ohne die strikten Regularien einer Zertifizierung eingeführt werden.

Ihr Kunde braucht keinen Zettel, kein Logo oder Stempel – er will Qualität.

Sollten Sie eine Zertifizierung benötigen so können wir Sie gerne auf diesem Weg begleiten. Hier ein Auszug aus unserem Audit Portfolio:

  • ISO9001
  • ISO/TS16949 (Automobil)
  • AS/EN9100 (Flugzeugbau)
  • ISO14001 (Umweltmanagement)
  • ISO17025 (Labor)
  • Lean green belt
VonChristoph Standfest

WANDLUNG DER BESSERE CHANGEPROZESS

Mit dem richtigen Gefühl in die Arbeit

Pater Anselm Grün über Manager als Seelsorger

 

Mit seinen Büchern und Vorträgen begeistert der deutsche Benediktinerpater Anselm Grün Millionen von Menschen. Bescheiden tritt er auf, in schwarzer Mönchskutte und mit weißem Rauschebart, aber wenn er auf einem Podium steht, scheinen die Leute förmlich an seinen Lippen zu kleben. Grün versteht es auf eine ganz besondere Art, spirituelle Weisheiten und christliche Traditionen mit einem modernen Zugang zu verknüpfen. Etwas, das ihm in der Vergangenheit von konservativer Seite auch Kritik eingebracht hat.

Ein lesenswerter Text auf kurier.at

VonChristoph Standfest

DAS ZIEL VERLOREN?

Wenn die Ziele verloren gehen

„Wie das Tagesgeschäft andere Prioritäten aufzwingt“

 

Hamsterrad

Wer kennt nicht das Gefühl am ende des Tages wieder nur Passagier gewesen zu sein? Dringende Angelegenheiten türmen sich schon am Morgen im Postfach, in der Tür warten drei Mitarbeiter mit „dringenden Fragen“ und das Telefon hört nicht auf zu läuten. Zugegeben ein Horrorszenario welches hoffentlich nicht jeden Morgen auf uns wartet, aber sind nicht auch die täglichen Routinearbeiten Zeitfresser?
Wenn wir nicht die Zeit finden über das WIE aber vor allem das WARUM nach zu denken wird ein ausbrechen aus dem Hamsterrad ziemlich unwahrscheinlich.  Oft verwenden wir von der Arbeitszeit 95% für den routinemäßigen täglichen Arbeitsablauf und nur 5% der Arbeitszeit für Strategien und Konzepte.

Doch was passiert wenn die Ziele verloren gehen weil keine Zeit für neue Konzepte und Zielsetzungen vorhanden ist? Es beginnt mit unterschiedlichen Zielvorstellungen es regieren unbewusste Muster. Dieser Zustand hat zunehmende Zielkonflikte und unreflektierte Vorabentscheidungen zur Folge. Aus den unreflektierten Entscheidungen erwachen logische Folgeentscheidungen aber auch der Verlust des Sinnzusammenhangs. Logische Folgeentscheidungen ergeben „notwendige“ Folgeentscheidungen welche als nicht mehr integrierbare Einzelmaßnahmen wahrgenommen werden. Jetzt sind wir bereits mitten in der „Spirale des Grauens“, es folgen zwingende Entscheidungen und der Verlust der Entscheidungsautonomie. Erfolglosigkeit trotz großer Anstrengung sind die Folge, manche Erfolge sind nur mehr mit der berühmt berüchtigten „Arbeit rund um die Uhr“ machbar, nur ist das der Erfolg im Leben?

Sollte man daher nicht mehr am System als im System arbeiten?