Monatsarchiv Juli 2017

VonChristoph Standfest

MOBILITÄT IM WANDEL

Mobilität im Wandel

Immer mehr Wirtschaftskapitäne und Forscher sprechen über autonomes Fahren.

Mobilität im WandelBMW hatte bereits im vergangen Jahr angekündigt, bis 2021 ein autonomes Serienmodell der Stufe 4 auf den Markt zu bringen. Bei Stufe 4 Autos wird sich bereits der Fahrer zurücklehnen können ohne Eingreifen zu müssen. Doch auch die Stufe 5 Fahrzeuge, das sind die sogenannten Robotertaxis, stehen laut Boston Consulting Group bis 2025 in Serienreife zur Verfügung.

„Wir werden in 20 Jahren nur noch mit Sondererlaubnis selbstständig Auto fahren dürfen.“ – Angela Merkel 2017

Doch was heißt das für unser tägliches Leben?

Wenn autonomes Fahren zur fixen Größe in unserem Mobilitätsverhalten wird, ist Carsharing dann nicht eine logische Konsequenz? Sie benützen eine App zum Buchen eines Autos aus dem Carsharing- Pool. Wählen Sie Ihr Auto aus, das sich im Umkreis von 5 Minuten von Ihnen befindet. Sie werden jetzt zu Ihrer gewünschten Adresse chauffiert. Nach dem Aussteigen sucht sich ihr Auto selbstständig einen neuen Besitzer. So oder in etwa, könnte sich diese Entwicklung auf Ihre Mobilität auswirken.

Mobilität wäre somit für alle verfügbar und kein Privileg mehr. Die Einfachheit der Handhabung würde unsere Einstellung zur Mobilität weitgehend verändern. Warum sollten wir uns dann noch eigene Autos anschaffen, wenn sie doch 95% der Zeit ungenutzt in unserer Garage stehen? Was nützt uns der schnellste und stärkste Bolide, wenn er sich absolut an die Geschwindigkeitsbegrenzungen hält? Wir werden das Besitzen wollen eines Autos nicht mehr in unserem Fokus haben.

Wie kann sich das alles auf die Wirtschaft auswirken?

Wenn wir nicht mehr selber fahren, müssen wir dann überhaupt einen Führerschein besitzen? NEIN?! Brauchen wir dann noch Fahrschulen?
Sie besitzen kein eigenes Auto, dann brauchen Sie es auch nicht zu waschen, zu tanken, oder ein Service in der Werkstatt Ihres Vertrauens.
Wie wirkt sich das autonome Fahren auf die Verkehrssicherheit aus? Brauchen wir überhaupt noch so schwere Autos? Ohne Verkehrsunfälle bräuchten wir keine Crashtest sicheren Autos. Leichtere Autos brauchen weniger Energie! Elektroautos erlangen somit automatisch größere Reichweiten. Ist eine Gurtpflicht dann wirklich noch Zeitgemäß, sind Airbags noch von Nöten? Wer produziert das alles bis jetzt?

Wie wird sich das neue Verhalten der Gesellschaft auf den öffentlichen Verkehr auswirken? Werden wir Buschaffeure noch brauchen? Es könnten Buslinien zu Sammeltaxis umfunktioniert werden und je nach Bedarf individuelle Routen fahren. Werden wir überhaupt noch Staus kennen? Geschwindigkeiten werden dem Verkehrsaufkommen angepasst, Ampeln werden überflüssig. Das scheint für Sie alles Sciencefiction, das MIT  Senseable City Lab in den USA hat dazu ein Slot basierendes System bereits entwickelt.

Diese Revolution unserer Mobilität ist mit nichts vergleichbar, sie wird uns alle in irgendeiner Form betreffen. Die Frage ist nur wie werden wir mit den freiwerdenden Ressourcen umgehen?

Die Fortbewegung von A nach B wird für uns alle billiger werden. Was werden wir stattdessen konsumieren? Wird dieser Konsum die frei werdenden Ressourcen am Arbeitsmarkt abdecken?

 

VonChristoph Standfest

DAS MITARBEITERGESPRÄCH

Das Mitarbeitergespräch

Bürokratie oder Motivationsschub? Welche Voraussetzungen sind für ein erfolgreiches Mitarbeitergespräch notwendig.

Das Mitarbeitergespräch

Stellen Sie sich vor Sie empfangen den wichtigsten Kunden Ihrer Firma, würden Sie Störungen zu lassen? Würde Ihr Telefon pausenlos läuten? Sie würden vorbereitet in dieses Meeting gehen und keine Störungen zulassen.
Warum geben Sie Ihrem Mitarbeiter nicht den gleichen Status wie Ihren wichtigsten Kunden? Stellt Ihr Mitarbeiter nicht Ihr Kapital für die Zukunft dar? Sind nicht Ihre Mitarbeiter genau so wie Ihre Kunden in sämtlichen Leitsätzen und Strategien verankert? Employer-Branding ist ja immerhin in aller Munde. Doch was hilft das gesamte Marketing, wenn auf die einfachsten Regeln nicht geachtet wird. Ihr Mitarbeiter sollte am Ende des Gespräches ein begeisterter Kunde sein. Darum fallen Sie nicht mit der Tür ins Haus, stellen Sie zuerst eine angenehme Gesprächsatmosphäre her und beginnen Sie danach Ihre Agenda abzuarbeiten.

Management by Champignons:  Die Mitarbeiter im dunkeln lassen – hin und wieder Mist darüber                                                                                            streuen und wenn einer den Kopf herausstreckt – ABSCHNEIDEN

Was sollte Ihr Mitarbeitergespräch beinhalten

Wie bei einem guten Kundengespräch sollten Sie immer mit einer klaren Zielsetzung in ein Mitarbeitergespräch gehen. Reflektieren Sie die Vergangenheit, beleuchten Sie die Gegenwart und geben Sie einen Ausblick in die Zukunft. Geben Sie Ihren Mitarbeiter den Raum, offen über Ihre Probleme am Arbeitsplatz zu sprechen. Unklarheiten, Fragen, aber auch Kritik sollten hier ganz offen besprochen werden können. Ihr Mitarbeiter ist doch Ihr wichtigstes Kapital?
Bleiben Sie auf jeden Fall sachlich! Nehmen Sie Kritik an, und sehen Sie das als Chance sich zu verbessern. Das gilt übrigens für beide Seiten.

Gemeinsam realistische Ziele setzten

Setzen Sie mit Ihren Mitarbeitern gemeinsame Ziele. Ziele sollten genau beschrieben und für beide Seiten verständlich formuliert sein. Wie oder ab wann gilt das Ziel als erreicht? In welchem Zeithorizont sollte sich das Ganze abspielen? Bleiben Sie aber realistisch! Eine Umsatzsteigerung von 20% als Vorgabe sieht zwar gut aus – wenn aber unter vergleichbaren Umständen in den letzten Jahren jeweils nur 5% erreicht wurden – ist diese Zielsetzung eher Kontraproduktiv.

Was tun bei Nichterreichung der Ziele?

Ab diesem Zeitpunkt wird es auf jeden Fall Arbeit! Sollten Sie, bei den zuvor gemeinsam festgelegten Vereinbarungen, Abweichungen feststellen, so ist das Ihre Aufgabe diese Abweichungen auch anzusprechen. Wird Sie Ihr Mitarbeiter aber darauf ansprechen, dass er zu viele Steine in seinem Weg hat, so liegt es an Ihnen diese zu entfernen. Geben Sie Ihren Mitarbeitern die Möglichkeit Leistung zu erbringen und Sie werden eine motivierte Mannschaft vorfinden.

Wer schreibt der bleibt

Mündliche Vereinbarungen haben zwar einen gewissen Charm, haben jedoch die Angewohnheit in Schall und Rauch aufzugehen sobald es ein wenig unbequemer wird. Die getroffenen Vereinbarungen sollten zumindest ein Blatt Papier wert sein. Denn Ihre Mitarbeiter sind Ihr wertvollstes Kapital.

 

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