Monatsarchiv Juli 2018

VonChristoph Standfest

Negative Bewertungen im SocialWeb

Wie umgehen mit negativen Bewertungen auf Google, Facebook und Co?

Wie umgehen mit negativen Bewertungen?

Wo viel Licht da auch Schatten, es gibt wohl keinen besseren Spruch der das Verhalten und die Möglichkeiten in den Sozialen Medien besser beschreiben würde. Die Tatsache, dass sich einige Mitbürger anonym im Socialweb wähnen führt in manchen Fällen zu vollkommener Hemmungslosigkeit. Nicht alles was daher an negativen Bewertungen über Ihr Unternehmen gepostet wird (Schmähkritik, oder falsche Tatsachen), müssen Sie auch akzeptieren. Sie können diese Kritiken bei den Plattformbetreibern auch löschen lassen. Der Prozess der Löschung kann jedoch einige Zeit in Anspruch nehmen und so lange ist dieser negative Beitrag sichtbar.

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VonChristoph Standfest

Digitalisierung – Grund für Veränderung?

Warum Veränderung?

Nur der Wandel ist von Dauer, wer in der Zukunft ohne Schwierigkeiten mithalten will, muss sich dem Wandel stellen, Wandel findet permanent statt…. Hysterie im Trend der Digitalisierung?

„Es ist nicht die stärkste Spezies die überlebt, auch nicht die intelligenteste, es ist diejenige, die sich am ehesten dem Wandel anpassen kann.“ Charles Darwin englischer Naturforscher

Transferiert man die Evolutionstheorie von Darwin in einen wirtschaftlichen Kontext, so stellt sich eine simplifizierte Antwort, bezogen auf die Problematik des Spannungsfeldes Wandel vs. Stabilität dar. Digitalisierung zwingt zum WandelVerändert sich das Umfeld eines Unternehmens oder eines Systems im sozioökonomischen Bereich und übersteigt diese Veränderung die jeweiligen Toleranzen, so erfordert dies eine Anpassung an die neue veränderte Situation. Bleiben diese Anpassungen aus, erhöht sich die Gefahr der Selektion durch den Markt. Um den Mechanismen der Selektion im Markt zu entgehen, ist es zwingend notwendig langfristige Erfolgspotentiale mit Hilfe ausgefeilter Konzeptionen zu erarbeiten. Diese Erfolgspotentiale, basieren auf einem eindeutig wahrnehmbaren sowie dauerhaften und wichtigen Vorteil für den Kunden. Erfolgspotentiale sichern somit dem Unternehmen strategische Vorteile im Überlebenskampf der Wettbewerber.

Digitalisierung – Treiber für Veränderungen

Im Sammelbegriff Digitalisierung sind eine Vielzahl von Trends enthalten welche Trends auf Ihre Branche und Ihr Unternehmen Einfluss nehmen. Eine Potentialanalyse  schafft Klarheit welche digitalen Trends auf Ihr Unternehmen wirken. Hier werden detailliert Umweltfaktoren aufgelistet und auf die Bedeutung im Bezug zu Ihrem Unternehmen untersucht. Handelt es sich um eine Chance oder um ein Risiko für Ihr Geschäftsmodell? Wie weit sind bereits Ihre Mitbewerber mit der Umsetzung von neuen Strategien?

Umfeldanalyse

Aufspüren von Weak Signals – Ableitung von Future Trends
  1. Analysieren Sie die für Ihr Unternehmen relevanten gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und ökologischen Faktoren.
  2. Bestimmen Sie die Faktoren nach ihrer Bedeutung.
  3. Beurteilen Sie die Eintrittswahrscheinlichkeit für die betroffenen Unternehmensbereiche.
  4. Ist es eine Chance oder ein Risiko für Ihr Unternehmen?
  5. Leiten Sie Ihre Handlungsmaßnahmen und Prioritäten von den Erkenntnissen ab.
10 Schlüsselfragen zur Prognose der Branchen- und Wettbewerbsentwicklung
  • Wie ist die Größe und Wettbewerbsstärke der Konkurrenz in der Gesamtbranche gekennzeichnet und wie wird sie sich in den nächsten Jahren national und international verändern?
  • Wie werden sich Know-How und Wertschöpfung der Lieferanten verändern und welchen Einfluss hat das auf die eigene Wertschöpfungstiefe?
  • Wie wird sich die eigene Wettbewerbsfähigkeit durch Auf- und Abbau von Kernkompetenzen entwickeln?
  • Wo, das heißt in welchen Wettbewerbssegmenten wird konkurriert (Produkte, Systeme, Anwendungsgebiete, Regionen, etc.)?
  • Wie wird konkurriert (Wettbewerbsspielregeln, -strategien und -instrumente)?
  • Wie intensiv wird konkurriert (Konzentrationsgrad, Kapazitätsauslastung, Branchenwachstum, Produkt-/ Systemstandard, etc.)?
  • Welche Branchensegmente gibt es (Anwendungsbezogene Branche, Regionale Branchensegmente, Zersplitterte Branche, etc.)?
  • Wie positionieren wir unser Unternehmen in der Branche (Branchenführer, leistungsfähiger Wettbewerber, Mitanbieter ohne klare Wettbewerbsvorteile)?
  • Wie entwickeln sich die Vertriebskanäle (Importeure, Außendienst, Filial- und Niederlassungsstruktur, Vertrieb über E-Commerce, etc.)?
  • Wie entwickeln sich Handels-, Vertriebs- und Endkunden (Großhandel, Einzelhandel, Einkaufsgenossenschaften/Kooperationen)?

Der Abgleich der Umfeld-, Markt-, und Wettbewerbsentwicklung mit Ihren eigenen Stärken und Schwächen, Kernkompetenzen und Möglichkeiten zeigt Ihnen Ihre strategischen und operativen Lücken auf. Zur Schließung dieser Lücken entwickeln Sie entsprechende Maßnahmen.

Als Hilfe empfiehlt sich hier die Anwendung der 5 W´s

  • Warum? – das konkrete Defizit
  • Wie? – Gegenmaßnahmen
  • Womit? – benötigte Ressourcen
  • Wer? – Verantwortlichkeiten
  • Wann? – Deadline

Ich glaube an das Pferd. Das Automobil ist nur eine vorübergehende Erscheinung.Kaiser Wilhelm letzter Deutscher Kaiser

 

VonChristoph Standfest

Konflikte in Familienunternehmen

Familienkonflikte

Müssen Konflikte in Familienunternehmen zwangsläufig in Katastrophen enden?

Die Menschheitsgeschichte prägten schon von jeher gewisse „Klassiker“ von Konflikten. Ob nach den Aufzeichnungen in der griechischen Mythologie oder in der Bibel, es waren stets Konflikte zwischen Vätern und Söhnen, zwischen Geschwistern, zwischen Gefühl und Verstand, zwischen Treue und Verrat oder zwischen Loyalität und Egoismus. Sie kamen, folgt man der Literatur, in den besten Familien vor.

Konflikte in Familienunternehmen

Konflikte in Familienunternehmen führen zur Beschädigung des gemeinsamen Interesses. Diese Konflikte werden zum Einfallstor für individual Interessen und fördern somit die Entfremdung. Die Neigung von Unternehmerfamilien, Konflikte zu übersehen oder im schlimmsten Fall zu tabuisieren, birgt die Gefahr der Blindheit gegenüber den entstehenden Risiken. Wenn Familien versagen, dann versagen sie in diesem Punkt.

 Alle glücklichen Familien gleichen einander, jede unglückliche Familie ist auf ihre eigene Weise unglücklich. Leo Tolstoi in seinem Buch „Anna Karenina“

Daraus lässt sich ableiten, dass emotionale Verletzungen aus der Vergangenheit, welche nicht ausreichend aufgelöst wurden, zu unglücklichen Familien führen. Ein Faktor kann ausreichen, um das Zusammenleben in Zukunft zu belasten. Es entsteht unter anderem der NEG-Virus, welcher in den Anfangsbuchstaben für Neid, Eifersucht und Gier sowie ungelöste Probleme und offene Rechnungen steht.

Liebe, Treue, Bindung und Loyalität gelten in Familien als Währung, es besteht zwar kein Verlangen nach monetärer Kompensation, ein Auf-, bzw. Abrechnen ist jedoch zu erwarten. Dieses Verlangen ist dem eigenen Gerechtigkeitsverständnis geschuldet. Innere Konten, gefüllt mit erbrachten Leistungen, harren in der Bilanzierung auf Ausgleich. Wird dem Drang zum Ausgleich der inneren Konten über einen längeren Zeitraum nicht stattgegeben, so kommt es zu hoch emotionalen und oft destruktiven Formen des Ausgleichs.

Aussitzen als Lösung?

Ein weiser Lehrer deutete auf die Wand hinter sich und fragte seinen Schüler „Was siehst du?“ Dieser betrachtete die Wand und antwortete schließlich „Einen schwarzen Punkt.“ Der Lehrer gab zur Antwort „Den kleinen Makel, den winzigen schwarzen Punkt, den siehst du. Ihm schenkst du deine Aufmerksamkeit, deine Zeit und Energie. Die große weiße Wand jedoch, die siehst du nicht.“

Diese verengte Wahrnehmung führt in Familienunternehmen oftmals zu Katastrophen. Oft erscheint das Handeln der einzelnen Akteure für Außenstehende nicht nachvollziehbar und kaum begreiflich. Die handelnden Familienangehörigen neigen in ihrer Betriebsblindheit dazu, den Konflikt zu personalisieren und nicht auf die wahren Ursachen zu richten. Diese Personalisierung verdeckt die Sachthemen und somit verschwindet auch die Grundlage der rationalen Verständigung. Daher neigen Familienunternehmen zum „kalten Krieg“ des Aussitzens von Konflikten.

Ein Ausbrechen des Konfliktes zu einem heißen Krieg wird um jeden Preis vermieden. Doch das Aussitzen von Problemen führt zu nichts und ist, für jedes Unternehmen, hochgradig gefährlich.

 

 

Mehr Information
  • Baus, K. (2016). Die Familienstrategie. Wie Familien ihr Unternehmen über Generationen sichern. 5. überarb.erw.Aufl. Wiesbaden: Springer Gabler
  • von Bassewitz, U. (2017). Erfolgreiche Unternehmensnachfolge. Den Übergang persönlich und unternehmerisch meistern. . Wiesbaden: Springer Gabler
  • Großmann, S. (2014). Konflikte und Krisen in Familienunternehmen. Eine Untersuchung der Wechselwirkungen zwischen Konflikten in Familie und Unternehmen und dem Untergang von Familienunternehmen. (Bd. 14. Wittener Schriften zu Familienunternehmen). Göttingen: V&R unipress.