Blog - Standfest in die Zukunft

VonChristoph Standfest

SELBSTERFÜLLENDE PROPHEZEIUNG

Die selbsterfüllende Prophezeiung

Gefährliche Sackgassen in der Unternehmensführung mit Auswirkungen auf Struktur und Verhalten

 „Ich kann meine Mitarbeiter nicht alleine lassen, ständig passieren Fehler, sogar die kleinsten und einfachsten Dinge gehen schief.“ Eine nicht selten benutzte Prophezeiung von überlasteten Führungskräften.

Was passiert bei dieser Einstellung: Kontrolle über Kontrolle, auch Details, welche vollkommen unerheblich für den Erfolg des Unternehmens sind, werden unter die Lupe genommen. Eine Kultur des Misstrauens hemmt die Entwicklung des Unternehmens.

Die Organisationsentwicklung sollte hier die Strukturen und deren Ursache und Wirkung plakativ veranschaulichen.

„Die vordergründige Gültigkeit der selbsterfüllenden Prophezeiung führt eine Herrschaft des Irrtums fort. Denn der Prophet wird den tatsächlichen Gang der Dinge als Beweis dafür anführen, dass er von Anfang an recht hatte.“ Robert K. Merton, The self-fulfilling prophecy, in: The Antioch Review, Jg. 8, 1948, S. 193–210.

Wie würde die Struktur in diesem Unternehmen ausschauen?

Die Messgröße der Bewertung der Mitarbeiter liegt bei ihren begangenen Fehlern. Wobei sich die Mitarbeiter auch auf den Chef verlassen können, immerhin findet er die Fehler und bessert sie aus. Das wiederum bestärkt ihn in seiner Prophezeiung und stärkt die vorhanden Strukturen. Ein Kreislauf dem, ohne fremde Hilfe, es schwer zu entkommen ist.

Was bewirkten Strukturen wie die Bewertung der Fehler?

Sie bekommen unselbstständige Mitarbeiter – es will ja keiner einen Fehler machen, also auf zum Chef und fragen wir ihn, wie er das machen würde. Sie sehen die Prophezeiung tritt ein „Ich kann meine Mitarbeiter nicht alleine lassen“. Somit wird es unmöglich die vorhandenen Ressourcen der Mitarbeiter zu nützen. Innovationen, kontinuierliche Verbesserungen der Prozesse, Produktentwicklungen das alles bleibt bei einer Person hängen. Wer Angst hat bleibt beim Bewährten und wird Schema F nicht verlassen.

Das eigne Bild über sich selbst beeinflusst die Handlungen gegenüber anderen – das beeinflusst das Bild der anderen über Sie – das verursacht Handlungen anderer gegenüber Ihnen – diese Handlungen verstärken Ihr Bild.

Eine Organisation erhält die Ergebnisse die sie mit ihrem Verhalten verdienen. Wie schaffen wir Strukturen für ein Verhalten welches die gewünschten Ergebnisse ermöglicht?

 

Mehr Information
  • Erfolgreiche Mitarbeiterführung durch soziale Kompetenz: Eine praxisbezogene Anleitung; Asmus J. Hintz; Springer-Verlag, 08.04.2016 – 454 Seiten
  • So ticken wir, zweite Ausgabe; Jürgen Zrbik; Friendship Verlag, Oktober 2012
  • Organisationsentwicklung
VonChristoph Standfest

MOBILITÄT IM WANDEL

Mobilität im Wandel

Immer mehr Wirtschaftskapitäne und Forscher sprechen über autonomes Fahren.

Mobilität im WandelBMW hatte bereits im vergangen Jahr angekündigt, bis 2021 ein autonomes Serienmodell der Stufe 4 auf den Markt zu bringen. Bei Stufe 4 Autos wird sich bereits der Fahrer zurücklehnen können ohne Eingreifen zu müssen. Doch auch die Stufe 5 Fahrzeuge, das sind die sogenannten Robotertaxis, stehen laut Boston Consulting Group bis 2025 in Serienreife zur Verfügung.

„Wir werden in 20 Jahren nur noch mit Sondererlaubnis selbstständig Auto fahren dürfen.“ – Angela Merkel 2017

Doch was heißt das für unser tägliches Leben?

Wenn autonomes Fahren zur fixen Größe in unserem Mobilitätsverhalten wird, ist Carsharing dann nicht eine logische Konsequenz? Sie benützen eine App zum Buchen eines Autos aus dem Carsharing- Pool. Wählen Sie Ihr Auto aus, das sich im Umkreis von 5 Minuten von Ihnen befindet. Sie werden jetzt zu Ihrer gewünschten Adresse chauffiert. Nach dem Aussteigen sucht sich ihr Auto selbstständig einen neuen Besitzer. So oder in etwa, könnte sich diese Entwicklung auf Ihre Mobilität auswirken.

Mobilität wäre somit für alle verfügbar und kein Privileg mehr. Die Einfachheit der Handhabung würde unsere Einstellung zur Mobilität weitgehend verändern. Warum sollten wir uns dann noch eigene Autos anschaffen, wenn sie doch 95% der Zeit ungenutzt in unserer Garage stehen? Was nützt uns der schnellste und stärkste Bolide, wenn er sich absolut an die Geschwindigkeitsbegrenzungen hält? Wir werden das Besitzen wollen eines Autos nicht mehr in unserem Fokus haben.

Wie kann sich das alles auf die Wirtschaft auswirken?

Wenn wir nicht mehr selber fahren, müssen wir dann überhaupt einen Führerschein besitzen? NEIN?! Brauchen wir dann noch Fahrschulen?
Sie besitzen kein eigenes Auto, dann brauchen Sie es auch nicht zu waschen, zu tanken, oder ein Service in der Werkstatt Ihres Vertrauens.
Wie wirkt sich das autonome Fahren auf die Verkehrssicherheit aus? Brauchen wir überhaupt noch so schwere Autos? Ohne Verkehrsunfälle bräuchten wir keine Crashtest sicheren Autos. Leichtere Autos brauchen weniger Energie! Elektroautos erlangen somit automatisch größere Reichweiten. Ist eine Gurtpflicht dann wirklich noch Zeitgemäß, sind Airbags noch von Nöten? Wer produziert das alles bis jetzt?

Wie wird sich das neue Verhalten der Gesellschaft auf den öffentlichen Verkehr auswirken? Werden wir Buschaffeure noch brauchen? Es könnten Buslinien zu Sammeltaxis umfunktioniert werden und je nach Bedarf individuelle Routen fahren. Werden wir überhaupt noch Staus kennen? Geschwindigkeiten werden dem Verkehrsaufkommen angepasst, Ampeln werden überflüssig. Das scheint für Sie alles Sciencefiction, das MIT  Senseable City Lab in den USA hat dazu ein Slot basierendes System bereits entwickelt.

Diese Revolution unserer Mobilität ist mit nichts vergleichbar, sie wird uns alle in irgendeiner Form betreffen. Die Frage ist nur wie werden wir mit den freiwerdenden Ressourcen umgehen?

Die Fortbewegung von A nach B wird für uns alle billiger werden. Was werden wir stattdessen konsumieren? Wird dieser Konsum die frei werdenden Ressourcen am Arbeitsmarkt abdecken?

 

VonChristoph Standfest

DAS MITARBEITERGESPRÄCH

Das Mitarbeitergespräch

Bürokratie oder Motivationsschub? Welche Voraussetzungen sind für ein erfolgreiches Mitarbeitergespräch notwendig.

Das Mitarbeitergespräch

Stellen Sie sich vor Sie empfangen den wichtigsten Kunden Ihrer Firma, würden Sie Störungen zu lassen? Würde Ihr Telefon pausenlos läuten? Sie würden vorbereitet in dieses Meeting gehen und keine Störungen zulassen.
Warum geben Sie Ihrem Mitarbeiter nicht den gleichen Status wie Ihren wichtigsten Kunden? Stellt Ihr Mitarbeiter nicht Ihr Kapital für die Zukunft dar? Sind nicht Ihre Mitarbeiter genau so wie Ihre Kunden in sämtlichen Leitsätzen und Strategien verankert? Employer-Branding ist ja immerhin in aller Munde. Doch was hilft das gesamte Marketing, wenn auf die einfachsten Regeln nicht geachtet wird. Ihr Mitarbeiter sollte am Ende des Gespräches ein begeisterter Kunde sein. Darum fallen Sie nicht mit der Tür ins Haus, stellen Sie zuerst eine angenehme Gesprächsatmosphäre her und beginnen Sie danach Ihre Agenda abzuarbeiten.

Management by Champignons:  Die Mitarbeiter im dunkeln lassen – hin und wieder Mist darüber                                                                                            streuen und wenn einer den Kopf herausstreckt – ABSCHNEIDEN

Was sollte Ihr Mitarbeitergespräch beinhalten

Wie bei einem guten Kundengespräch sollten Sie immer mit einer klaren Zielsetzung in ein Mitarbeitergespräch gehen. Reflektieren Sie die Vergangenheit, beleuchten Sie die Gegenwart und geben Sie einen Ausblick in die Zukunft. Geben Sie Ihren Mitarbeiter den Raum, offen über Ihre Probleme am Arbeitsplatz zu sprechen. Unklarheiten, Fragen, aber auch Kritik sollten hier ganz offen besprochen werden können. Ihr Mitarbeiter ist doch Ihr wichtigstes Kapital?
Bleiben Sie auf jeden Fall sachlich! Nehmen Sie Kritik an, und sehen Sie das als Chance sich zu verbessern. Das gilt übrigens für beide Seiten.

Gemeinsam realistische Ziele setzten

Setzen Sie mit Ihren Mitarbeitern gemeinsame Ziele. Ziele sollten genau beschrieben und für beide Seiten verständlich formuliert sein. Wie oder ab wann gilt das Ziel als erreicht? In welchem Zeithorizont sollte sich das Ganze abspielen? Bleiben Sie aber realistisch! Eine Umsatzsteigerung von 20% als Vorgabe sieht zwar gut aus – wenn aber unter vergleichbaren Umständen in den letzten Jahren jeweils nur 5% erreicht wurden – ist diese Zielsetzung eher Kontraproduktiv.

Was tun bei Nichterreichung der Ziele?

Ab diesem Zeitpunkt wird es auf jeden Fall Arbeit! Sollten Sie, bei den zuvor gemeinsam festgelegten Vereinbarungen, Abweichungen feststellen, so ist das Ihre Aufgabe diese Abweichungen auch anzusprechen. Wird Sie Ihr Mitarbeiter aber darauf ansprechen, dass er zu viele Steine in seinem Weg hat, so liegt es an Ihnen diese zu entfernen. Geben Sie Ihren Mitarbeitern die Möglichkeit Leistung zu erbringen und Sie werden eine motivierte Mannschaft vorfinden.

Wer schreibt der bleibt

Mündliche Vereinbarungen haben zwar einen gewissen Charm, haben jedoch die Angewohnheit in Schall und Rauch aufzugehen sobald es ein wenig unbequemer wird. Die getroffenen Vereinbarungen sollten zumindest ein Blatt Papier wert sein. Denn Ihre Mitarbeiter sind Ihr wertvollstes Kapital.

 

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VonChristoph Standfest

DAS ASCHENPUTTELPROBLEM

Das Aschenputtelproblem

Oder wenn man mit seinem Verkaufsversprechen doch nicht ganz so einzigartig ist

Das Aschenputtelproblem

Was nützt uns der schönste Schuh wenn er der Nachbarin auch passt?

Sie kennen Ihr einzigartiges Verkaufsversprechen?
Ihre Kunden sind auch bereit dafür mehr zu bezahlen, als bei Ihrem direktem Konkurrenten?

Das ist schon etwas schwieriger – denn was ist wirklich dieser sagenumwobene USP? Die Zeit ist bei Einzigartigkeiten nie auf Ihrer Seite. Ist Ihr Verkaufsversprechen wirklich so unnachahmlich, oder ist es schon Standard und wird von Ihren Kunden vorausgesetzt?

Warum kaufen Ihre Kunden bei Ihnen und nicht bei Ihren Konkurrenten? Wie Sie zu dieser Antwort kommen – Fragen Sie Ihre Kunden!
Es kann durchaus vorkommen, daß Ihre Kunden aus ganz anderen Motiven zu Ihnen kommen als Sie vermuten. Lassen Sie sich ruhig einmal von Ihren Kunden loben! Das kann mitunter ein angenehmes Gefühl hervorrufen!
Doch zu einer Reflexion gehört natürlich auch Kritik. Also fragen Sie auch Ihre leider nein Kunden warum Ihr Angebot nicht zum Zug gekommen ist. Diese leider nein Kunden  sind Ihr wichtigstes Kapital! Verschwenden Sie diese Informationen nicht – Ihr Konkurrent wird es auch nicht tun. Hier erhalten Sie gratis eine Bewertung Ihres Unternehmens.

Ist es der Preis. War womöglich Ihr Verkaufsversprechen in der Preis-Leistung für Ihren Kunden nicht ersichtlich. Sind es Qualitätskriterien wie Lieferzeit, Produkt oder Dienstleistung – machen Sie Ihre Hausaufgaben! Führen Sie eine Liste der verlorenen Angebote und verbessern Sie sich kontinuierlich.

Man kann niemanden überholen, wenn man in seine Fußstapfen tritt. Francois Truffaut

Vergessen Sie bei all Ihren Bemühungen aber Ihre Pluspunkte nicht! Schon vergessen? Sie haben Kunden welche aus ganz bestimmten Gründen bei Ihnen Kaufen. Stärken Sie diese Stärken! Werden Sie noch besser in den Dingen die Ihre Kunden an Ihnen schätzen. Enteilen Sie Ihren Konkurrenten und heben Sie Ihre unnachahmlichen Stärken hervor.

 

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VonChristoph Standfest

DEN ZEITDIEBEN AUF DER SPUR

Den Zeitdieben auf der Spur

Der Zeitdieb ist oft nicht auf den ersten Blick erkennbar, jedoch ist er ein stetiger Begleiter in unserm Alltag. Ob es sich um delegierbare Aufgaben handelt, oder um dringende wichtige Angelegenheiten ist nicht immer sofort ersichtlich.

Ihre Zeit ist begrenzt gehen Sie sorgsam damit um!

Der Zeitdieb lauert überall

Zeit ist Geld – aber ist Geld alles?

Wo bleibt der Spaß? Wie sind meine Beziehungen zu meinen Kindern und vor allem zu meiner Frau / Mann? Habe ich genügend Zeit für meine Freunde? Habe ich genügend Zeit für meine Kunden? Das sind nur ein paar Fragen wie es um unsere Zeit steht.

Zeit ist leben!

Zeit entsteht im Kopf, wenn Sie glauben zu wenig Zeit zu haben, ist Ihr Schreibtisch womöglich voll, der Posteingang geht über, das Telefon läutet andauernd und in der Tür stehen Mitarbeiter mit dringenden Angelegenheiten. Sie haben aber vielleicht auch ein schlechtes Gewissen, welches von so vielen unerledigten Aufgaben spricht. Jetzt und genau jetzt fangen Sie mit Ihrem persönlichem Zeitmanagement an!

Ein Hamsterrad sieht von innen aus wie eine Karriereleiter!

Die vier magischen Fragen
  • Warum überhaupt?
  • Warum gerade ich?
  • Warum ausgerechnet jetzt?
  • Warum in dieser Form?

Stellen Sie sich ruhig zu Ihren Tätigkeiten einmal diese vier Fragen. Wenn Sie die Tätigkeit als nicht sinnvoll erachten und Ihnen keinen ausreichenden Erfolg bringt – ELIMINIEREN Sie diese Aufgabe.
Kann diese Aufgabe auch Ihr Mitarbeiter bewerkstelligen – DELEGIEREN Sie.
Wenn es nicht gerade jetzt sein muss – TERMINISIEREN Sie.
Warum in dieser Form – hinterfragen Sie die Art und Weise Ihrer Ausführung – RATIONALISIEREN Sie. Erkennen Sie den Zeitdieb und setzen Sie Ihre Handlungen, bauen Sie Ihre Diebstahlsicherung ein.

Setzen Sie Prioritäten!
  1. MUSS – Aufgaben zuerst erledigen!
  2. SOLL – Aufgaben danach erledigen!
  3. KANN – Aufgaben zum Schluss erledigen!

Setzen Sie den Wert der Arbeit in Relation zum Zeitaufwand der Arbeit. Mit relativ wenig Zeitaufwand wird oft relativ viel erreicht – et voilà das sind Ihre A Aufgaben. Sie brauchen viel Zeit und erreichen relativ wenig – das sind Ihre C Aufgaben. Reihen Sie Ihre Aufgaben nach diesem Prinzip und arbeiten Sie sich von A nach C.

Sagen Sie NEIN zu Zeitfressern und verbessern Sie die Qualität Ihrer Zeit.

 

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