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VonChristoph Standfest

Fast Forward

Fast Forward

Die Chancen und Risiken der Erste zu sein. Fast Forward – Silikon Valley lässt grüßen.

Der Trend alles aus dem Silikon Valley zu heroisieren und als non plus Ultra zu stilisieren birgt ohne Hinterfragung und Adaptierung an die jeweilige Kultur immense Sprengkraft. „Fast Forward“, „Holocracy“, oder „Hire Slow, Fire Fast“, um nur einige wenige zu nennen, werden als Allheilmittel angepriesen und im Zuge der Digitalisierungswelle als „must have“ verkauft.

Den Käse frisst die zweite Maus

Aber was, wenn Sie kein hemdsärmeliges Startup sondern ein etabliertes mittelständisches Unternehmen sind? Wie werden es Ihre Kunden guttieren, falls sie mit unfertigen Produkten auf dem Markt erscheinen? Können Sie den gewohnten Standard halten?

Achtung!

Für die dritte Maus ist der Käse schon weniger und die vierte Maus geht leer aus!

Vorreiter Unternehmen balancieren auf diesem schmalen Grad. Verbinden Sie das Etablierte mit dem Neuen. Ergänzen Sie Ihr Kerngeschäft und schaffen Sie neue Möglichkeiten in Form von digitalen Services und Produkten. Bleiben Sie „Connected„! 

Schaffen Sie sich Möglichkeiten um Produkte oder Ideen testen zu können, somit haben Ihre Ideen Zeit in einem geschütztem Umfeld zu gedeihen. Oder ohne größeren Schaden angerichtet zu haben, verworfen zu werden.

Die Menge machts?

Wer mehr Ideen produziert hat, hat auch mehr Erfolg. Die Komponisten Mozart, Beethoven oder Bach haben in Ihrem Leben jeweils mehr als 500 Kompositionen erschaffen die Besten sind uns in Erinnerung geblieben. Wer mehr produziert, produziert auch zwangsläufig viel Mist, jedoch ist die Chance den Hauptpreis zu treffen ungleich höher. 

Die Frage die sich hier zwangsläufig stellt: „Lernen wir so schnell wie sich die Welt da draußen verändert?

Ein kleines Gedankenexperiment

Setzen Sie sich mit Ihren Führungskräften eine Stunde lang an einen Tisch und stellen Sie die Aufgabe: „Kill your Company!
Keine Angst, dass soll nur die Sichtweise ändern. Stellen Sie sich vor, Sie wären Ihr Konkurrent. Was würden Sie und Ihre Mitarbeiter tun? Wo würden Sie ansetzen?
Veranstalten Sie dieses Experiment einmal im Quartal und Sie werden alle Ihre Schwachstellen im Unternehmen aufdecken.

VonChristoph Standfest

ALLES WIE VOR 20 JAHREN

Ihre Prozesse funktionieren noch genauso wie vor 20 Jahren?!

Vor 20 Jahren suchten Sie noch im Internet mit Yahoo, Amazon war 2 Jahre alt und noch Buchhändler, Windows 95 lief noch auf Ihrem Rechner und im Fernsehen rettete David Hasselhoff die Menschen vor dem Ertrinken.

Alles wie vor 20 Jahren Bay Watch

Übrigens: Während der Dreharbeiten von Bay Watch wurden pro Monat 40 Flaschen Sonnencreme benötigt!

Bestellungen der Kunden wanderten vom Postweg auf das Faxgerät. Wer es dringend hatte, griff zum Hörer und fragte nach ob das Fax auch angekommen ist und es eventuell vorgereiht wird. Email?

Wenn Sie vor 20 Jahren ihre Kumpels auf einen Grillabend bei sich zu Hause einladen wollten riefen Sie jeden einzeln an. Falls einer nicht konnte, hatte er entweder Pech oder Sie fingen die Telefoniererei von neuem an. Jetzt senden Sie eine WhatsApp Nachricht in ihre Stammtischgruppe und binnen 5 Minuten ist alles geklärt. Doch ist das was im privaten Bereich längst Usus ist, auch in den Prozessen angekommen? Wird es einfacher oder komplizierter?

Kühner, als das Unbekannte zu erforschen, kann es sein, das Bekannte zu Bezweifeln! Alexander von Humboldt

Alles wie vor 20 Jahren cell phone

Der Simon Personal Communicator von IBM aus dem Jahr 1994

Das erste Smartphone wurde bereits 1994 von BellSouth und IBM entwickelt, erst die Einführung des iPhone mit seiner Multitouch-Bedienoberfläche im Jahr 2007 markierte einen Wendepunkt im Smartphone-Markt. Es war die bedienerfreundliche Oberfläche die den Siegeszug einleitete.

Umso einfacher ein Programm zu handhaben war desto größer war sein Erfolg. Der Versandhandel revolutioniert durch Amazon ist ein weiterer Beweis für dies Erfolgsstrategie. Nur ist das auch bei ihren internen Prozessen angekommen?

Wurden ihre Anforderungen an ihre Mitarbeiter komplizierter oder einfacher?

Konnten Sie die Beschaffungsvorgänge in Ihrer Produktion vereinfachen und wurde dies auch von Ihren Mitarbeitern so wahrgenommen? Müssen ihre Vertriebsmitarbeiter noch immer Berichte schreiben, auch wenn Sie dies jetzt CRM nennen? Oftmals liegt der Denkfehler in der linearen Weiterführung, nur weil ein Prozess jetzt schneller abgewickelt werden kann, heißt das noch lange nicht, dass er jetzt besser ist. Sie sind nur schneller dort, aber wollten sie dort auch hin?

Umso einfacher sie ihre Abläufe gestalten können desto eher werden sie von ihren Mitarbeitern angenommen und umgesetzt. Wenn der Vertriebsmitarbeiter mit wenig Aufwand sich selbst organisieren kann und Sie dabei auch noch zu ihren Kundendaten kommen werden die Diskussionen über Journal- Einträge der Vergangenheit angehören.

 

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