Stressmanagement durch Achtsamkeit

Was ist Achtsamkeit?

Achtsamkeit ist die beabsichtigte Lenkung der Aufmerksamkeit auf die Gegenwart, d.h. auf den aktuellen Moment, auf die gegenwärtige Erfahrung.  Was höre, rieche, schmecke ich jetzt? Stellen Sie Ihren Autopiloten ab und bewegen Sie sich im Hier und Jetzt. Werden Sie Achtsam in banalen Alltagssituationen wie zum Beispiel beim Zähneputzen.Achtsamkeit beim Zähneputzen

Wie riecht Ihre Zahnpaste? Welchen Geschmack haben Sie auf der Zunge? Spüren Sie den Druck beim Putzen? Wie ist Ihre Zahnbürste beschaffen? Betrachten Sie bewusst die Borsten.
Sobald Sie den Autopiloten wieder einschalten, werden Ihre Gedanken abschweifen, Ihre Gedanken sind dann wieder ganz wo anders.

Achtsamkeit, mehr als bewusste Wahrnehmung

Auch die Konzentration ist nichts anderes als ein fokussiertes Wahrnehmen, doch zur Achtsamkeit gehört mehr. Achtsamkeit bedeutet das bewusste Beobachten, wobei die Beobachtung aus einer bestimmten Haltung heraus erfolgt. Seien Sie wohlwollend und akzeptierend. Nehmen Sie keine Wertungen und Kategorisierungen vor. Betrachten Sie die Welt unvoreingenommen und offen mit den Augen eines Kindes.
Beobachten Sie wertfrei den Augenblick der Aussenwelt, das heißt Ihr fühlbares Umfeld, oder der eigenen Innenwelt wie Gedanken, Gefühle und Stimmung. Klingt einfach, ist es aber nicht immer. Gerade am Beginn werden Sie öfters mit den Gedanken abschweifen. Wie überall, ist auch hier noch kein Meister vom Himmel gefallen.

Wozu das Ganze?

Durch den allgegenwärtigen Stress verlernen wir den Blick auf unsere Umwelt. Wir nehmen unsere Umwelt und vor allem uns selbst kaum bewusst wahr. Unser Autopilot lähmt unsere Aufmerksamkeit, durch zahlreiche routinierte Handlungen, weil wir vieles rasch erledigen ohne viel nachdenken zu müssen. Der Tag verging wie im Flug, oder das Jahr ist so schnell vergangen ….

Stress verändert die Strukturen im Gehirn, werden Sie stressresistenter mit Achtsamkeitsübungen. ( Achtsamkeitsbasierte Stressreduktion MBSR )

Abhängig von Ihrer individuellen Situation kann Achtsamkeit wesentlich dazu beitragen, dass Sie bewusster im Hier und Jetzt leben. Sie werden eine nach innen und nach außen „neue“ Welt entdecken. Sich selbst besser wahrnehmen und kennen lernen, weil Sie Ihre Verhaltensmuster und Gedanken durchschauen. Durch bessere Wahrnehmung von Situationen angemessen handeln. Weil Sie bekanntes neu entdecken und mehr genießen, gewinnen Sie mehr Lebensfreude.

Ein Augenblick beginnt zu leben, sobald wir ihm unsere Aufmerksamkeit schenken. Klick um zu Tweeten Daniel Mühlemann

Achtsamkeitsübung: der Weg ist das Ziel

Achtsamkeitsübungen sollen keinen unmittelbaren Zweck erfüllen, kein direktes Ziel haben. Sie sollen das Hier und Jetzt erfahren, riechen, hören, schmecken …
Somit lässt Sie das ziellose Wandern die Achtsamkeit üben. Das Wandern ohne Ziel fördert deshalb die Achtsamkeit, weil Sie nicht wissen, was Sie auf Ihrem Weg erwartet.Achtsamkeit durch zielloses Wandern

Anleitung:

Fahren Sie in eine idyllische und bislang unbekannte Gegend und wandern Sie einfach drauflos.
Halten Sie Augen und Ohren offen. Sie werden an unerwartete Orte kommen, und Ihnen wird Neues begegnen. Achten Sie auf prägnante Bäume, Steine und Bauwerke, die Ihnen auch zur Orientierung bei der Rückkehr hilfreich sind.

Durch regelmäßiges Üben, wird es Ihnen gelingen, schneller eine innere Haltung einzunehmen, welche Achtsamkeit ermöglicht. Jede Achtsamkeitsübung sollte unter den Gesichtspunkten bewusst wahrnehmen, wertfrei beobachten, keine Beurteilung des Wahrgenommenen, keine unmittelbare Absicht erfolgen. Nehmen Sie sich einmal am Tag Zeit und machen Sie sich die Aufmerksamkeit zur Gewohnheit. Beobachten Sie Ihre Umgebung wenn die Ampel wieder mal auf Rot steht.

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