Schlagwort-Archiv Zukunftsforschung

VonChristoph Standfest

MOBILITÄT IM WANDEL

Mobilität im Wandel

Immer mehr Wirtschaftskapitäne und Forscher sprechen über autonomes Fahren.

Mobilität im WandelBMW hatte bereits im vergangen Jahr angekündigt, bis 2021 ein autonomes Serienmodell der Stufe 4 auf den Markt zu bringen. Bei Stufe 4 Autos wird sich bereits der Fahrer zurücklehnen können ohne Eingreifen zu müssen. Doch auch die Stufe 5 Fahrzeuge, das sind die sogenannten Robotertaxis, stehen laut Boston Consulting Group bis 2025 in Serienreife zur Verfügung.

„Wir werden in 20 Jahren nur noch mit Sondererlaubnis selbstständig Auto fahren dürfen.“ – Angela Merkel 2017

Doch was heißt das für unser tägliches Leben?

Wenn autonomes Fahren zur fixen Größe in unserem Mobilitätsverhalten wird, ist Carsharing dann nicht eine logische Konsequenz? Sie benützen eine App zum Buchen eines Autos aus dem Carsharing- Pool. Wählen Sie Ihr Auto aus, das sich im Umkreis von 5 Minuten von Ihnen befindet. Sie werden jetzt zu Ihrer gewünschten Adresse chauffiert. Nach dem Aussteigen sucht sich ihr Auto selbstständig einen neuen Besitzer. So oder in etwa, könnte sich diese Entwicklung auf Ihre Mobilität auswirken.

Mobilität wäre somit für alle verfügbar und kein Privileg mehr. Die Einfachheit der Handhabung würde unsere Einstellung zur Mobilität weitgehend verändern. Warum sollten wir uns dann noch eigene Autos anschaffen, wenn sie doch 95% der Zeit ungenutzt in unserer Garage stehen? Was nützt uns der schnellste und stärkste Bolide, wenn er sich absolut an die Geschwindigkeitsbegrenzungen hält? Wir werden das Besitzen wollen eines Autos nicht mehr in unserem Fokus haben.

Wie kann sich das alles auf die Wirtschaft auswirken?

Wenn wir nicht mehr selber fahren, müssen wir dann überhaupt einen Führerschein besitzen? NEIN?! Brauchen wir dann noch Fahrschulen?
Sie besitzen kein eigenes Auto, dann brauchen Sie es auch nicht zu waschen, zu tanken, oder ein Service in der Werkstatt Ihres Vertrauens.
Wie wirkt sich das autonome Fahren auf die Verkehrssicherheit aus? Brauchen wir überhaupt noch so schwere Autos? Ohne Verkehrsunfälle bräuchten wir keine Crashtest sicheren Autos. Leichtere Autos brauchen weniger Energie! Elektroautos erlangen somit automatisch größere Reichweiten. Ist eine Gurtpflicht dann wirklich noch Zeitgemäß, sind Airbags noch von Nöten? Wer produziert das alles bis jetzt?

Wie wird sich das neue Verhalten der Gesellschaft auf den öffentlichen Verkehr auswirken? Werden wir Buschaffeure noch brauchen? Es könnten Buslinien zu Sammeltaxis umfunktioniert werden und je nach Bedarf individuelle Routen fahren. Werden wir überhaupt noch Staus kennen? Geschwindigkeiten werden dem Verkehrsaufkommen angepasst, Ampeln werden überflüssig. Das scheint für Sie alles Sciencefiction, das MIT  Senseable City Lab in den USA hat dazu ein Slot basierendes System bereits entwickelt.

Diese Revolution unserer Mobilität ist mit nichts vergleichbar, sie wird uns alle in irgendeiner Form betreffen. Die Frage ist nur wie werden wir mit den freiwerdenden Ressourcen umgehen?

Die Fortbewegung von A nach B wird für uns alle billiger werden. Was werden wir stattdessen konsumieren? Wird dieser Konsum die frei werdenden Ressourcen am Arbeitsmarkt abdecken?

 

VonChristoph Standfest

DIE ROTKÄPPCHENFALLE

Die Rotkäppchenfalle

Oder warum die vorgezeichneten Wege nicht immer die Besten sind.

Was nützt uns der beste und schönste Weg wenn der Wolf ihn auch kennt?

Sie sind erfolgreich in dem was sie tun?
Wenn sie diese Frage mit JA beantworten, fügen sie ruhig BIS JETZT hinzu.
Sie haben eine gut laufende Vertriebsschiene – JA BIS JETZT
Sie haben Stammkunden – JA BIS JETZT

Setzen sie ruhig vor all ihre Tätigkeiten und Erfolgsfaktoren ein BIS JETZT ! Denn sie befinden sich auf der Schwelle zur nächsten Revolution.
Im Jahr 1850 prophezeiten die Stadtplaner von New York wegen der Zunahme der Kutschen bis 1950 der Stadt meterhohen Pferdemist, und zwar bis zum dritten Stockwerk. Niemand konnte damals ahnen welche Auswirkungen die Erfindung des Autos auf die Gesellschaft haben würde. Ähnliches ereignet sich zurzeit in unserer Wirtschaft, niemand weiß wie sich die Digitalisierung auf sein Geschäftsmodell auswirken wird.

Nehmen wir als Beispiel den Kühlschrank. Der Existenzgrund für einen Kühlschrank ist, bei genauer Betrachtung, das Abdecken des Bedürfnisses nach Unabhängigkeit – ich habe immer meine Lebensmittel zur Stelle wenn ich Lust dazu habe. Doch was wenn Lieferservices mir meine Lebensmittel, in kürzester Zeit, vollkommen unkompliziert, zu jeder Tages- und Nachtzeit, nach Hause bringen. Ist dann nicht der Lieferservice das Konkurrenzprodukt zum Kühlschrank?

Die Steinzeit endete nicht am Mangel an Steinen!

Denken sie branchenübergreifend! Was passiert links und rechts. Seien sie kein Rotkäppchen das dem Wolf in die Fänge läuft.

VonChristoph Standfest

DIE ZUKUNFT DER ARBEIT

Die Zukunft der Arbeit

„Wir dekorieren auf der Titanic die Liegestühle um“

 

Die Digitalisierung der Arbeitswelt werde Millionen Arbeitsplätze kosten, auch in Deutschland. Eine Herausforderung, der sich die Gesellschaft noch nicht einmal ansatzweise gestellt habe, sagte der Publizist und Philosoph Richard David Precht im DLF. Auch in Zukunft würden Menschen noch arbeiten, aber vielleicht nicht mehr für Geld.

Interessanter Text auf deutschlandfunk.de